Outdoor Projects

Burgercollection

Bild 0246

Vittorio Santoro

Monologism As Poetry (2009)

Zimmerstraße 90-91, 10117 Berlin (Brandmauer)

Monologism As Poetry (2009)

The neon installation Monologism As Poetry (2009) consists of 13 glass tubes sentences (but also of only terms) each followed by another sentence suggesting a comparison. They are programmed to light on and off at slow and regular intervals, accentuating their membership in a group or their sole “urgency”.

The sentences featured in the first part are narrative fragments that triggers different, often contradictory, atmospheric reactions. The sentences where chosen privileging disparate sensibilities and a certain common wish to translate them into intense, emotionally and acceptable discrepancies.

The desire is not to produce synthesis or translation but to create a playground where different issues, even of opposite nature, can enroll their contradictory power. In this sense the work does not lend itself to pure contemplation; rather it supports a subtile confrontation with the viewer invited to deal with the implicit paradoxes and suggested contradictions.

The work might be installed on facade of a building or on a wall in a space.

Vittorio Santoro, 19 May 2009

 

 

Vittorio Santoros Arbeit für die Ausstellung Conflicting Tales ist ein unerlässlicher Beitrag von hoher Komplexität bei gleichzeitig maximaler Poesie, der sich ins urbane Umfeld einfügt wie auch als irritierende und überzeugende Arbeit im öffentlichen Raum ihre Existenz markiert.

Die künstlerische Arbeit von Vittorio Santoro kreist um widerstreitende Szenarien, um konfligierende Wirklichkeiten, um soziale und moralische double binds, mit denen sich Individuen immer wieder konfrontiert sehen.

Santoro greift dabei auf das reichhaltige Arsenal künstlerischer Strategien der 1960er Jahre zurück, erweitert sie aber auf prägnante Weise um eine “post-politische” Sensibilität, wie sie für die 1990er Jahre bezeichnend war. Text, Installation, Sound – abwechselnd benutzt Santoro jedes Medium, um seine moralisch-existentiellen Fragestellungen zu formulieren, die ohne eindeutige Beantwortung bleiben. An der Oberfläche oft verführerisch, poetisch zurückhaltend oder auch delikat, erweisen
sich seine Arbeiten als hochsensible Versuchsanordnungen, anhand derer die Betrachter mit politischen, historischen oder moralischen
Dilemmata konfrontiert werden.

Daniel Kuriakovic

Fiete Stolte

Night between 7th and 8th Day / 49th Week / 2008 (2009)

Zimmerstraße 90-91, 10117 Berlin (Hofeinfahrt)

Fiete Stolte

Night between 7th and 8th Day/49th Week/2008 (2009)

Bronze, 200 x 90 x 4 cm

Burgercollection

Die künstlerische Arbeit von Fiete Stolte knüpft mit ihrer Reflexion zu Zeit und Dauer an die Tradition der 1960er und 1970er Jahre an, als das Objekt der Kunst erweitert und als Prozess verstanden wurde. Stolte fügt der damaligen prozessorientierten Tradition eine persönlichere und melancholische Komponente hinzu, die am Kunstwerk das Vergängliche wiederentdeckt. Nicht zufällig stößt der Künstler in seiner Arbeit dabei auf Topoi des Schlafes, der Auszeit, der Zeitverschiebung, was nahelegt, dass Kunst eine Parallelwelt im buchstäblichen Sinn ist, in der Existenzweisen ohne jegliches Pathos erprobt werden, nicht als ferne Utopien, sondern als unmittelbar aufscheinende und sehr profane Szenarien. Fiete Stoltes Beitrag zu Conflicting Tales ist von ausserordentlicher Bedeutung, weil er auf ein Jenseits der sozialen Verwerfungen verweist, das neben dem Getümmel des gesellschaftlichen Schlachtfeldes existiert – als existentieller und philosophischer Bezugspunkt.

Daniel Kuriakovic